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Ratgeber

Neue Firmenwebsite wird bei Google nicht gefunden: Der 90-Tage-SEO-Plan für Gründer

David
aktualisiert: 31. Juli 2026 11:30
Wie kann SEO bei ausbleibenden Kundenanfragen über die Webseite helfen? - Ratgeber
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Die Firmenwebsite ist online, aber bei Google praktisch unsichtbar. Selbst bei der Suche nach der eigenen Leistung erscheint das neue Unternehmen nicht. Vielleicht wird zumindest der Firmenname gefunden, doch über allgemeine Suchanfragen kommen weder Besucher noch Anfragen. Genau an diesem Punkt fragen sich viele Gründerinnen und Gründer, ob mit der Website etwas nicht stimmt, ob mehr Texte nötig sind oder ob sofort Geld in Werbung und Backlinks investiert werden sollte.

Die Antwort hängt davon ab, an welcher Stelle der Weg zur Sichtbarkeit unterbrochen ist. Eine Seite kann technisch nicht erreichbar sein, noch nicht im Suchindex liegen, für die falschen Begriffe optimiert sein oder zwar Besucher erhalten, aber keine überzeugende Leistung anbieten. Ebenso kann eine gute Website zunächst schlicht zu wenig Bekanntheit und externe Empfehlungen besitzen.

Dieser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie Sie eine neue Firmenwebsite prüfen, welche Maßnahmen in den ersten 30, 60 und 90 Tagen sinnvoll sind und woran Sie erkennen, ob Sie ein Technik-, Inhalts-, Bekanntheits- oder Angebotsproblem haben.

Stand der fachlichen Prüfung: 31. Juli 2026. Die Grundprinzipien bleiben langfristig gültig. Einzelne Bezeichnungen und Berichte in Suchmaschinenwerkzeugen können sich jedoch ändern.

Das Wichtigste in Kürze

Beobachtung Wahrscheinliches Problem Erster Schritt
Die Website wird selbst beim Firmennamen nicht angezeigt Indexierung, Technik, Domainwechsel oder fehlende Bekanntheit Startseite in der Google Search Console prüfen
Nur der Firmenname wird gefunden Leistungsseiten fehlen oder sind zu allgemein Konkrete Suchanfragen und passende Zielseiten definieren
Google kennt nur wenige Seiten Interne Links, Sitemap, technische Sperren oder schwache Seiten Wichtige URLs einzeln kontrollieren
Die Website erscheint, wird aber kaum angeklickt Unklarer Seitentitel, falsche Suchintention oder schwache Position Suchanfragen und Suchergebnisdarstellung auswerten
Es kommen Besucher, aber keine Anfragen Angebot, Vertrauen oder Kontaktweg überzeugen nicht Leistungsversprechen und Conversion-Weg prüfen
Das Unternehmen wird lokal nicht gefunden Unvollständiges Unternehmensprofil oder schwache lokale Signale Firmendaten, Kategorie, Leistungen und Standortangaben kontrollieren
Gute Inhalte erzielen keine Sichtbarkeit Wettbewerb, fehlende interne Verlinkung oder geringe externe Bekanntheit Inhalte, Suchintention und relevante Empfehlungen gemeinsam prüfen

„Nicht gefunden“ kann fünf verschiedene Probleme bedeuten

Bevor Sie Geld ausgeben oder zusätzliche Beiträge veröffentlichen, sollten Sie genau beschreiben, was „nicht gefunden“ bedeutet. In Diskussionen von Websitebetreibern werden häufig völlig unterschiedliche Probleme vermischt.

1. Die Domain ist Google noch nicht bekannt

Eine neue Domain besitzt zunächst kaum Verbindungen zu anderen Websites. Google kann Seiten über Links, Sitemaps und verschiedene weitere Signale entdecken. Eine technisch erreichbare Website wird jedoch nicht automatisch sofort vollständig aufgenommen oder für wichtige Suchbegriffe sichtbar.

2. Die Seite wurde gefunden, aber nicht indexiert

Google kann eine URL kennen, ohne sie in den Suchindex aufzunehmen. Das passiert beispielsweise bei sehr ähnlichen Seiten, schwachen Inhalten, technischen Problemen oder widersprüchlichen Signalen. Eine Sitemap meldet eine Seite lediglich – sie garantiert keine Aufnahme.

3. Die Seite ist indexiert, rankt aber nicht relevant

In diesem Fall kann Google die Seite grundsätzlich anzeigen. Für die gewünschten Suchanfragen werden jedoch andere Ergebnisse als hilfreicher oder vertrauenswürdiger eingeschätzt.

4. Die Website wird angezeigt, aber kaum angeklickt

Möglicherweise ist die Position noch zu niedrig. Es kann aber auch sein, dass Seitentitel und Beschreibung nicht zur Suchanfrage passen oder dass das Suchergebnis keine klare Antwort verspricht.

5. Besucher kommen, werden aber nicht zu Interessenten

Dann ist SEO nicht zwingend das Hauptproblem. Vielleicht bleibt unklar, wer angesprochen wird, was die Leistung kostet, wie die Zusammenarbeit beginnt oder warum das neue Unternehmen vertrauenswürdig ist.

Gerade dieser letzte Punkt wird häufig übersehen. Mehr Besucher verstärken auch die Schwächen einer unklaren Website. Bevor Sie den Traffic erhöhen, sollte die Seite einen verständlichen Weg von der Frage zur Anfrage bieten.

Der 15-Minuten-Check: Ist die Firmenwebsite überhaupt indexierbar?

Sie brauchen für eine erste Kontrolle kein kostenpflichtiges SEO-Werkzeug. Beginnen Sie mit den wichtigsten Seiten: Startseite, zentrale Leistungsseiten, Über-uns-Seite und Kontaktseite.

Nach dem Firmennamen suchen

Suchen Sie nach dem vollständigen Firmennamen und ergänzen Sie bei Bedarf Ort oder Tätigkeit. Erscheint die Website nicht, kann das mehrere Gründe haben:

  • Die Domain ist noch sehr neu.
  • Der Firmenname ist allgemein oder wird auch von anderen verwendet.
  • Die Website ist nicht indexiert.
  • Die Startseite enthält den Namen kaum oder nur als Logo.
  • Andere Profile sind für die Namenssuche stärker.
  • Nach einem Domain- oder Namenswechsel fehlen klare Weiterleitungen.

Schreiben Sie den Firmennamen als normalen Text auf die Startseite. Nennen Sie dort außerdem verständlich die Leistung und – bei regionalen Unternehmen – den tatsächlichen Standort oder das Einzugsgebiet.

Eine site-Abfrage nur als groben Hinweis nutzen

Mit einer Suche nach site:ihredomain.at können Sie grob prüfen, ob Seiten der Domain erscheinen. Diese Abfrage ist jedoch keine vollständige Bestandsaufnahme. Sie eignet sich nicht, um exakt zu zählen, wie viele URLs indexiert sind.

Für eine einzelne wichtige Seite ist die URL-Prüfung in der Google Search Console aussagekräftiger. Dort lässt sich unter anderem kontrollieren, ob Google die URL kennt, ob sie indexiert werden kann und welche Version als maßgeblich betrachtet wird.

Die häufigsten Sperren nach einem Website-Launch

Bei neuen WordPress-, Baukasten- und Agenturwebsites tauchen immer wieder dieselben Fehler auf:

  • Die Einstellung „Suchmaschinen von der Indexierung abhalten“ wurde nach der Entwicklung nicht deaktiviert.
  • Im Quellcode befindet sich noch eine noindex-Anweisung.
  • Die Website ist durch einen Passwortschutz gesperrt.
  • Die robots.txt blockiert wichtige Bereiche.
  • Die Sitemap enthält alte Test-URLs oder ist nicht erreichbar.
  • Canonical-Angaben verweisen auf die Entwicklungsdomain.
  • HTTPS- und HTTP-Versionen werden nicht sauber weitergeleitet.
  • Die Domain mit und ohne www liefert unterschiedliche Inhalte.
  • Nach einem Relaunch fehlen Weiterleitungen von alten Adressen.
  • Wichtige Seiten sind nur über eine interne Suche oder ein Formular erreichbar.

Wer die Domain noch vor dem Websiteprojekt auswählt, sollte außerdem auf Schreibweise, Markenfähigkeit und langfristige Nutzbarkeit achten. Unser Ratgeber zum Domainkauf für Selbstständige und Gründer behandelt diese Vorentscheidung ausführlicher.

Keine vorschnellen Änderungen an allen Seiten

Eine Warnmeldung in der Search Console bedeutet nicht automatisch, dass die gesamte Website fehlerhaft ist. Nicht jede URL muss indexiert werden. Danke-Seiten, interne Suchergebnisse, Filtervarianten, Warenkorbseiten oder doppelte Druckversionen haben häufig keinen eigenen Suchnutzen.

Konzentrieren Sie sich zuerst auf die Seiten, die für Kundinnen und Kunden wichtig sind:

  1. Startseite
  2. wichtigste Leistungs- oder Produktseiten
  3. Kontaktseite
  4. Über-uns- oder Teamseite
  5. Standortseite bei lokalem Geschäft
  6. hilfreiche Ratgeber zu häufigen Kundenfragen

Die Website ist indexiert – warum rankt sie trotzdem nicht?

Eine indexierte Seite hat lediglich die technische Voraussetzung erfüllt. Sie muss Google und vor allem den Suchenden noch zeigen, für welche Frage sie die passende Antwort ist.

Das österreichische Unternehmensserviceportal unterscheidet zwischen Maßnahmen auf der eigenen Website und Maßnahmen außerhalb der Website. In seiner Einführung in die Suchmaschinenoptimierung für Unternehmen werden Inhalte, technische Optimierung und Empfehlungen anderer Websites als zusammenwirkende Bereiche beschrieben.

Suchmaschinen brauchen eine eindeutige Seite pro Suchabsicht

Viele neue Firmenwebsites bestehen aus einer Startseite, einer kurzen Über-uns-Seite und einem Kontaktformular. Sämtliche Leistungen werden in wenigen Sätzen auf der Startseite erwähnt. Für Suchmaschinen und potenzielle Kund:innen bleibt dadurch unklar, welches Angebot im Mittelpunkt steht.

Ein Unternehmensberater könnte beispielsweise Leistungen wie Gründungsberatung, Prozessoptimierung, Förderberatung und Nachfolgeplanung anbieten. Diese Leistungen lösen unterschiedliche Probleme und werden mit unterschiedlichen Fragen gesucht. Eine einzige allgemeine Seite kann sie selten gleich gut erklären.

Für klar unterscheidbare Hauptleistungen ist daher häufig eine eigene Seite sinnvoll. Sie sollte nicht nur einen Begriff wiederholen, sondern konkrete Fragen beantworten:

  • Für wen ist die Leistung gedacht?
  • Welches Problem wird gelöst?
  • Wie läuft die Zusammenarbeit ab?
  • Was ist im Leistungsumfang enthalten?
  • Welche Voraussetzungen gibt es?
  • Welche typischen Fehler werden vermieden?
  • Wie nimmt man Kontakt auf?

Interne Firmensprache ist selten die Sprache der Kunden

Unternehmen beschreiben ihre Leistungen gerne mit Begriffen wie „ganzheitliche Lösungen“, „innovative Konzepte“, „maßgeschneiderte Strategien“ oder „Full-Service-Betreuung“. Solche Formulierungen klingen professionell, erklären aber kaum, was konkret angeboten wird.

Potenzielle Kund:innen suchen eher nach einer Situation:

  • „Buchhaltung für EPU in Graz“
  • „Website für Installateur erstellen lassen“
  • „Unternehmensberatung Betriebsübergabe Österreich“
  • „Lohnverrechnung für kleines Unternehmen“
  • „Onlineshop lädt zu langsam“
  • „Datenschutz Website Kleinunternehmen Österreich“

Überlegen Sie nicht nur, wie Ihre Branche eine Leistung nennt. Notieren Sie auch, wie Kund:innen das Problem am Telefon, in E-Mails, bei Veranstaltungen, in Kommentaren und in Beratungsgesprächen beschreiben.

Backlinks sind kein Ersatz für eine verständliche Website

Wenn technische Grundlagen, Angebot und zentrale Leistungsseiten stimmen, können externe Erwähnungen die Bekanntheit einer neuen Domain unterstützen. Links können Suchmaschinen auf Inhalte aufmerksam machen, direkte Besucher bringen und zeigen, in welchem fachlichen Umfeld ein Unternehmen genannt wird.

Gründer:innen können solche Empfehlungen zunächst über bestehende Beziehungen aufbauen: Geschäftspartner, Lieferanten, Berufsverbände, regionale Organisationen, Veranstaltungen, Fachbeiträge, Interviews oder nachvollziehbare Referenzen. Wer die Recherche und Auswahl möglicher Platzierungen nicht selbst übernehmen möchte, kann sich beispielsweise bei N49.de über strategischen Backlinkaufbau informieren. Vor einer Beauftragung sollten Zielseiten, Themenumfeld, Kosten, Kennzeichnung, Laufzeit und Erfolgsmessung eindeutig vereinbart werden.

Entscheidend ist nicht die größtmögliche Zahl an Links. Ein fachlich nachvollziehbarer Verweis aus einem passenden Beitrag kann wertvoller sein als zahlreiche Einträge auf beliebigen Seiten. Misstrauisch sollten Sie bei garantierten Spitzenpositionen, geheim gehaltenen Quellen, automatisierten Massenlinks, stark übertriebenen Ankertexten oder ungewöhnlich vielen neuen Links in sehr kurzer Zeit werden.

Bezahlte Werbung, Sponsoring und redaktionelle Empfehlungen müssen zudem sauber voneinander getrennt werden. Googles Richtlinien zu Linkspam und bezahlten Verlinkungen stufen Links als problematisch ein, wenn sie vor allem zur Manipulation von Rankings aufgebaut werden. Bezahlte oder gesponserte Verweise sollen entsprechend gekennzeichnet werden.

Welche externen Erwähnungen für Gründer realistisch sind

Ein neues Unternehmen muss nicht sofort in großen Medien vorkommen. Oft liegen sinnvolle Möglichkeiten bereits im eigenen Umfeld:

  • Profil auf der Website eines Berufs- oder Branchenverbandes
  • Vorstellung durch einen Lieferanten oder Technologiepartner
  • Referenz auf der Website eines zufriedenen Geschäftskunden
  • Vortrag bei einer Fachveranstaltung mit Referentenprofil
  • Interview in einem regionalen Wirtschaftsmedium
  • Fachbeitrag zu einem konkreten Problem der Zielgruppe
  • Erwähnung auf der Website eines Coworking-Spaces oder Gründerzentrums
  • Kooperationsseite eines gemeinsamen Projekts
  • seriöser Eintrag in einem tatsächlich genutzten Branchenverzeichnis
  • Unterstützung einer lokalen Initiative mit nachvollziehbarem Bezug

Veranstaltungen sind besonders interessant, weil sie mehrere Ziele verbinden können: persönliche Kontakte, fachliche Sichtbarkeit, Fotos, Zitate, einen Rückblick und möglicherweise ein dauerhaftes Profil auf der Veranstaltungswebsite. Der Link sollte jedoch das Ergebnis einer echten Beteiligung sein und nicht der einzige Grund für die Teilnahme.

Welche Seiten eine neue Firmenwebsite zuerst braucht

Ein häufiger Fehler besteht darin, sofort einen umfangreichen Blog zu starten, obwohl die eigentlichen Leistungsseiten noch unklar sind. Ratgeber können wertvollen Longtail-Traffic erzeugen. Sie helfen aber wenig, wenn Leser anschließend nicht verstehen, welche Dienstleistung das Unternehmen anbietet.

Seitentyp Aufgabe Typische Inhalte
Startseite Unternehmen und Kernangebot einordnen Zielgruppe, Nutzen, Leistungen, Vertrauen, nächster Schritt
Leistungsseite Eine konkrete Leistung erklären Problem, Ablauf, Umfang, Voraussetzungen, FAQ, Anfrage
Über-uns-Seite Vertrauen und fachlichen Hintergrund zeigen Personen, Erfahrung, Arbeitsweise, Standort, Verantwortlichkeit
Kontaktseite Kontaktaufnahme vereinfachen Telefon, E-Mail, Formular, Erreichbarkeit, Adresse
Standortseite Lokalen Bezug erklären Tatsächlicher Standort, Einzugsgebiet, Anfahrt, lokale Leistungen
Referenz oder Fallbeispiel Leistung nachvollziehbar machen Ausgangslage, Vorgehen, Ergebnis, Grenzen
Ratgeber Konkrete Fragen vor dem Kauf beantworten Anleitungen, Kosten, Vergleiche, Fehler, Checklisten

Ratgeberthemen aus echten Kundenfragen entwickeln

Die besten Longtail-Themen entstehen selten aus einer Liste allgemeiner Suchbegriffe. Sammeln Sie Fragen aus realen Situationen:

  • Welche Fragen werden im Erstgespräch gestellt?
  • Welche Einwände kommen vor einem Angebot?
  • Was wird in E-Mails immer wieder erklärt?
  • Welche Missverständnisse treten bei neuen Kund:innen auf?
  • Welche Fragen werden auf Messen und Gründerveranstaltungen gestellt?
  • Welche Probleme schildern Menschen in Fachforen und Gruppen?
  • Welche Fragen kommen in Bewertungen der Konkurrenz vor?
  • Wonach suchen Menschen kurz vor einer Entscheidung?

Aus der Frage „Was kostet Ihre Beratung?“ kann beispielsweise nicht nur eine Preisseite entstehen. Je nach Angebot eignen sich Themen wie:

  • Was ist im Beratungshonorar enthalten?
  • Wann lohnt sich eine laufende statt einer einmaligen Beratung?
  • Welche Unterlagen werden für das Erstgespräch benötigt?
  • Welche Aufgaben kann ein Unternehmen selbst übernehmen?
  • Woran erkennt man eine seriöse Beratung?

Solche Inhalte erreichen weniger Menschen als ein sehr allgemeines Thema. Die Besucher befinden sich dafür oft näher an einer konkreten Entscheidung.

Nicht für jede Formulierung eine eigene Seite erstellen

Longtail-SEO bedeutet nicht, für jede kleine Variante einen nahezu identischen Text zu veröffentlichen. Seiten wie „Webdesign Graz“, „Webdesigner Graz“, „Website erstellen Graz“ und „Homepage erstellen Graz“ können dieselbe Suchabsicht haben.

Eine gute Seite darf natürliche Sprachvarianten gemeinsam abdecken. Separate Seiten sind dann sinnvoll, wenn sich Leistung, Zielgruppe, Standort oder Informationsbedarf tatsächlich unterscheiden.

Lokale Sichtbarkeit: Warum die Website allein oft nicht reicht

Bei Restaurants, Studios, Werkstätten, Beratern, Handwerksbetrieben und vielen anderen lokalen Unternehmen erscheint neben klassischen Treffern häufig eine Kartenansicht. Dafür ist ein korrekt eingerichtetes Unternehmensprofil besonders wichtig.

Firmendaten konsistent halten

Verwenden Sie auf Website, Unternehmensprofil und wichtigen Verzeichnissen dieselben grundlegenden Angaben:

  • offizieller oder tatsächlich verwendeter Unternehmensname
  • Adresse beziehungsweise korrekt angegebenes Einzugsgebiet
  • Telefonnummer
  • Website
  • Öffnungszeiten
  • Leistungskategorie

Kleine Schreibvarianten sind nicht automatisch problematisch. Widersprüchliche Standorte, alte Telefonnummern oder mehrere nicht mehr aktuelle Profile können jedoch Kund:innen und Plattformen verwirren.

Die passende Hauptkategorie wählen

Die Kategorie sollte die wichtigste tatsächliche Tätigkeit beschreiben. Wählen Sie nicht möglichst viele entfernte Kategorien, nur um bei mehr Suchanfragen aufzutauchen.

Ergänzen Sie Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos und eine verständliche Beschreibung. Für Betriebe mit Kundenverkehr sollten Außenansicht, Eingang und Räumlichkeiten erkennbar sein. Dienstleister können Arbeitsweise, Team oder typische Ergebnisse zeigen.

Bewertungen aktiv, aber ehrlich anfragen

Zufriedene Kund:innen dürfen freundlich um eine Bewertung gebeten werden. Vermeiden Sie gekaufte Bewertungen, fingierte Profile oder die Vorgabe, dass nur positive Erfahrungen veröffentlicht werden sollen.

Eine hilfreiche Bewertung beschreibt häufig:

  • welche Leistung genutzt wurde,
  • welches Problem bestand,
  • wie die Zusammenarbeit ablief,
  • und was besonders hilfreich war.

Antworten Sie sachlich auf positive und kritische Rückmeldungen. Eine ruhige, konkrete Antwort kann für zukünftige Kund:innen aussagekräftiger sein als eine perfekte Durchschnittsnote ohne erkennbare Kommunikation.

Keine künstlichen Standortseiten veröffentlichen

Eine Firma mit Sitz in Graz und österreichweiter Beratung darf erklären, dass sie auch Kund:innen in Wien, Linz oder Salzburg betreut. Sie sollte jedoch keine fiktiven Niederlassungen oder Dutzende nahezu identische Stadtseiten erzeugen.

Eine eigene regionale Seite braucht einen echten zusätzlichen Nutzen, beispielsweise:

  • eine tatsächliche Niederlassung,
  • ein klar definiertes lokales Angebot,
  • regionale Referenzen,
  • besondere Anfahrts- oder Lieferinformationen,
  • regionale Vorschriften oder Förderungen,
  • oder ein nachweisbares lokales Projekt.

Die Website wird gefunden, aber niemand fragt an

Mehr Sichtbarkeit ist nur dann wirtschaftlich wertvoll, wenn daraus passende Kontakte, Verkäufe oder andere Geschäftsziele entstehen. Eine Website kann für mehrere Begriffe ranken und trotzdem kaum Umsatz bringen.

Der erste Bildschirm muss drei Fragen beantworten

Ohne langes Scrollen sollte erkennbar sein:

  1. Was bietet das Unternehmen an?
  2. Für wen ist das Angebot gedacht?
  3. Was soll der Besucher als Nächstes tun?

Eine Überschrift wie „Gemeinsam Zukunft gestalten“ beantwortet keine dieser Fragen. Verständlicher wäre beispielsweise:

„Laufende Buchhaltung für EPU und kleine Dienstleistungsunternehmen in Graz – mit persönlicher Ansprechpartnerin und digitaler Belegübergabe.“

Kontakt darf keine Geduldsprüfung sein

Prüfen Sie den Kontaktweg selbst auf einem Mobiltelefon:

  • Ist die Telefonnummer anklickbar?
  • Funktioniert das Formular wirklich?
  • Kommt eine verständliche Bestätigung?
  • Ist erkennbar, wann eine Antwort zu erwarten ist?
  • Werden nur notwendige Angaben abgefragt?
  • Gibt es für dringende Anfragen eine Alternative?

Ein Formular mit zahlreichen Pflichtfeldern kann bei komplexen B2B-Projekten sinnvoll sein. Für eine einfache Terminfrage erzeugt es unnötige Hürden.

Vertrauen konkret statt allgemein darstellen

„Qualität“, „Zuverlässigkeit“ und „Kundenzufriedenheit“ behauptet fast jedes Unternehmen. Glaubwürdiger sind konkrete Nachweise:

  • Wer steht hinter dem Angebot?
  • Welche fachliche Erfahrung besteht?
  • Wie läuft ein Auftrag ab?
  • Welche Leistungen sind ausdrücklich enthalten oder nicht enthalten?
  • Welche realen Projekte dürfen gezeigt werden?
  • Welche Reaktions- oder Lieferzeiten sind realistisch?
  • Welche Ansprechpartner sind verantwortlich?

Weitere typische Schwächen behandelt der Beitrag über häufige Website-Fehler von Start-ups.

Traffic und Zielgruppe nicht verwechseln

Ein allgemeiner Ratgeber kann viele Besucher erreichen, ohne eine passende Verbindung zum Angebot herzustellen. Ein Steuerberater gewinnt beispielsweise wenig, wenn sein meistgelesener Beitrag nur Menschen erreicht, die eine kostenlose private Steuervorlage suchen, während seine Zielgruppe wachsende Kapitalgesellschaften sind.

Prüfen Sie deshalb für jede wichtige Seite:

  • Welche Person soll diese Seite finden?
  • Welches Problem hat sie?
  • Wie nah ist sie an einer Beauftragung?
  • Welche Leistung passt zur Frage?
  • Was wäre ein sinnvoller nächster Schritt?

Der 90-Tage-SEO-Plan für eine neue Firmenwebsite

Der folgende Plan ist kein Versprechen, nach genau 90 Tagen auf einer bestimmten Position zu stehen. Er schafft eine sinnvolle Reihenfolge, damit Gründer nicht gleichzeitig Technik, Inhalte, Anzeigen, soziale Medien und Backlinks bearbeiten, ohne die Wirkung einzelner Schritte erkennen zu können.

Tag 1 bis 30: Technische und geschäftliche Grundlage

Woche 1: Sichtbarkeit prüfen

  • Google Search Console einrichten und Domain bestätigen.
  • Startseite und Hauptleistungen mit der URL-Prüfung kontrollieren.
  • Sitemap prüfen und einreichen.
  • noindex, Passwortschutz und blockierte Bereiche ausschließen.
  • HTTP-, HTTPS-, www- und Nicht-www-Versionen testen.
  • Fehlerhafte Weiterleitungen und tote Links kontrollieren.

Woche 2: Angebot verständlich machen

  • Kernzielgruppe in einem Satz beschreiben.
  • Wichtigste Leistung festlegen.
  • Startseite auf verständliche Überschrift und Handlungsaufforderung prüfen.
  • Für zentrale Leistungen eigene Seiten erstellen oder verbessern.
  • Kontaktformular auf Mobilgeräten testen.

Woche 3: Suchfragen sammeln

  • Fragen aus Kundengesprächen, E-Mails und Veranstaltungen notieren.
  • Suchanfragen aus der Search Console sammeln.
  • Websites der Konkurrenz auf behandelte Themen und Lücken prüfen.
  • Begriffe aus Kundensprache und Branchensprache gegenüberstellen.
  • Fünf kaufnahe und fünf informierende Themen priorisieren.

Woche 4: Lokale Basis aufbauen

  • Unternehmensprofil beanspruchen oder aktualisieren.
  • Hauptkategorie, Leistungen und Öffnungszeiten prüfen.
  • Website, Telefonnummer und Firmendaten angleichen.
  • Echte Fotos ergänzen.
  • Erste zufriedene Kund:innen um ehrliche Bewertungen bitten.

Tag 31 bis 60: Inhalte und interne Verbindungen

Woche 5 und 6: Leistungsseiten ausbauen

Ergänzen Sie fehlende Informationen nicht nach einer pauschalen Wortzahl, sondern nach dem tatsächlichen Entscheidungsbedarf. Eine gute Leistungsseite sollte keine künstliche Länge haben. Sie muss die Fragen beantworten, die vor einer Anfrage relevant sind.

  • Zielgruppe und Ausgangsproblem
  • Leistungsumfang
  • Ablauf
  • Voraussetzungen
  • mögliche Ergebnisse und Grenzen
  • Preislogik oder Weg zum Angebot
  • häufige Fragen
  • Kontaktmöglichkeit

Woche 7: Erste Longtail-Ratgeber veröffentlichen

Beginnen Sie mit Themen, die eng mit einer Leistung verbunden sind. Drei hilfreiche Beiträge sind zum Start meist sinnvoller als zwanzig oberflächliche Texte.

Beispiele für einen IT-Dienstleister:

  • Was kostet laufende IT-Betreuung für ein kleines Unternehmen?
  • Eigener Server oder Cloud: Was passt für zehn Mitarbeitende?
  • Wer hilft bei einem Microsoft-365-Mandantenwechsel?

Beispiele für eine Unternehmensberatung:

  • Wann lohnt sich eine externe Prozessanalyse?
  • Welche Unterlagen braucht eine Förderberatung?
  • Wie läuft eine Beratung zur Betriebsnachfolge ab?

Woche 8: Interne Links setzen

Verlinken Sie neue Ratgeber auf die passende Leistungsseite. Verweisen Sie umgekehrt von Leistungsseiten auf hilfreiche Erklärungen. Verwenden Sie verständliche Linktexte, die ankündigen, was auf der Zielseite folgt.

Vermeiden Sie:

  • „hier klicken“ als alleinigen Linktext,
  • zahlreiche Links auf dieselbe Zielseite in einem Absatz,
  • verwaiste Beiträge ohne interne Verweise,
  • und eine Navigation, in der wichtige Leistungen nur über Umwege erreichbar sind.

Tag 61 bis 90: Bekanntheit, Auswertung und Verbesserung

Woche 9 und 10: Sinnvolle Erwähnungen aufbauen

  • Bestehende Partner und Lieferanten auf reale Kooperationsseiten prüfen.
  • Branchenverbände und tatsächlich genutzte Verzeichnisse recherchieren.
  • Fachthemen für Interviews oder Gastbeiträge entwickeln.
  • Regionale Medien nur mit einer echten Geschichte ansprechen.
  • Veranstaltungen mit Fachbezug auswählen.
  • Bestehende Kundenreferenzen nach Zustimmung aufbereiten.

Woche 11: Suchanfragen auswerten

Prüfen Sie nicht nur die durchschnittliche Position. Suchen Sie nach Mustern:

  • Bei welchen Fragen erscheint die Website bereits?
  • Welche Seiten erhalten Impressionen, aber kaum Klicks?
  • Welche Begriffe passen nicht zum Angebot?
  • Welche regionalen Kombinationen tauchen auf?
  • Welche Seiten werden über ähnliche Suchanfragen gefunden?

Woche 12: Conversion und Wirtschaftlichkeit prüfen

  • Wie viele qualifizierte Anfragen entstanden?
  • Welche Seiten waren vor einer Anfrage beteiligt?
  • Welche Anfragen führten zu Angeboten?
  • Welche Angebote wurden angenommen?
  • Wie hoch war der Umsatz aus organischen Kontakten?
  • Wie viel Zeit und Geld wurden investiert?

SEO-Ziele sollten mit den übrigen Unternehmenszielen verbunden sein. Der Ratgeber zu SMART-Zielen, OKR, KPIs und 90-Tage-Planung zeigt, wie aus „mehr Sichtbarkeit“ eine steuerbare Zielsetzung wird.

Welche Kennzahlen für Gründer wirklich wichtig sind

Kennzahl Was sie zeigt Was sie nicht beweist
Impressionen Wie oft Seiten in Suchergebnissen eingeblendet wurden Dass Menschen die Website besucht haben
Klicks Wie viele Besuche aus der Suche entstanden Dass passende Kund:innen gekommen sind
Klickrate Verhältnis von Einblendungen zu Klicks Alleinige Qualität einer Seite
Durchschnittliche Position Grobe Einordnung über verschiedene Suchanfragen Eine feste Position für jede Person und jeden Ort
Qualifizierte Anfrage Kontakt mit erkennbarem Bedarf und grundsätzlicher Eignung Dass ein Auftrag zustande kommt
Angebotsquote Wie viele Anfragen zu einem konkreten Angebot führen Ob Preis und Angebot akzeptiert werden
Abschlussquote Wie viele Angebote zu Aufträgen werden Ob der Auftrag profitabel ist
Umsatz aus organischer Suche Wirtschaftlicher Beitrag des Kanals Gewinn nach allen Kosten

Eigene Google-Suchen sind keine verlässliche Erfolgsmessung

Wer täglich nach dem eigenen Hauptbegriff sucht, erhält nur einen kleinen und möglicherweise beeinflussten Ausschnitt. Standort, Gerät, Suchverlauf und genaue Formulierung können Ergebnisse verändern.

Verwenden Sie die Search Console für die Entwicklung von Impressionen, Klicks und Suchanfragen. Ergänzen Sie diese Daten mit Anfragen, Angeboten und Umsätzen aus Ihrem eigenen Vertrieb.

Keine isolierten Monatszahlen bewerten

Saison, Feiertage, Veranstaltungen, Wetter, Medienberichte und Werbekampagnen können die Nachfrage beeinflussen. Vergleichen Sie deshalb nicht wahllos einen starken mit einem schwachen Monat.

Für eine junge Website sind zunächst Trends wichtiger:

  • Werden mehr relevante Seiten indexiert?
  • Steigen Impressionen für passende Suchanfragen?
  • Entstehen erste Klicks außerhalb des Firmennamens?
  • Kommen bessere statt nur mehr Anfragen?
  • Verbessert sich die Abschlussquote?

SEO, Google Ads oder soziale Medien: Was sollte zuerst kommen?

Die Kanäle lösen unterschiedliche Aufgaben.

Kanal Stärke Typische Grenze
SEO Langfristige Sichtbarkeit für konkrete Suchfragen Benötigt Zeit, gute Seiten und kontinuierliche Verbesserung
Suchanzeigen Schnelle Sichtbarkeit bei vorhandener Nachfrage Jeder relevante Besuch verursacht laufende Kosten
Social Media Beziehungen, Aufmerksamkeit und Einblicke in Personen oder Arbeit Nutzer suchen dort nicht immer aktiv nach einer Leistung
Direkte Akquise Sehr gezielte Ansprache einzelner Wunschkunden Zeitaufwendig und nicht für jedes Angebot passend
Empfehlungen Hohes Vertrauen und oft gute Abschlussquote Zu Beginn noch schwer planbar

Wann Suchanzeigen sinnvoll sein können

Suchanzeigen können helfen, eine neue Leistung schnell zu testen. Sie ersetzen jedoch keine überzeugende Zielseite. Wenn eine Anzeige auf eine unklare Startseite führt, kaufen Sie lediglich schneller unpassenden Traffic ein.

Bevor Sie starten, sollten klar sein:

  • Welche Suchanfrage soll die Anzeige auslösen?
  • Welche Seite beantwortet diese Anfrage?
  • Was gilt als Conversion?
  • Wie viel darf eine qualifizierte Anfrage kosten?
  • Wie viele Anfragen führen durchschnittlich zu einem Auftrag?

Social-Media-Fragen für SEO nutzen

Kommentare, Direktnachrichten und Gruppendiskussionen liefern wertvolle Formulierungen. Wiederholt sich eine Frage, kann daraus eine dauerhafte Websiteantwort entstehen.

Veröffentlichen Sie jedoch nicht einfach jeden kurzen Social-Media-Post als eigenen Artikel. Ergänzen Sie Erfahrungen, Beispiele, Grenzen, Ablauf und konkrete Handlungsschritte. Der Beitrag sollte auch für jemanden nützlich sein, der Ihr Unternehmen noch nicht kennt.

Eine breitere Einordnung verschiedener Kanäle finden Sie in unseren Marketing-Tipps für Unternehmensgründer.

Wie viel darf SEO für ein neues Unternehmen kosten?

Die Frage „Was kostet SEO?“ ist ohne Ausgangslage kaum zu beantworten. Eine kleine lokale Dienstleistungswebsite benötigt andere Maßnahmen als ein Onlineshop mit Tausenden Produkten oder ein Softwareunternehmen mit internationalem Wettbewerb.

Teilen Sie das Budget nach Aufgaben auf:

  • technische Einrichtung und Fehlerbehebung,
  • Überarbeitung der wichtigsten Leistungsseiten,
  • lokale Unternehmensprofile,
  • Content-Recherche und Redaktion,
  • Bild-, Video- oder Fallbeispielproduktion,
  • interne Verlinkung,
  • externe Bekanntheit und Linkaufbau,
  • Messung und laufende Verbesserung.

Rechnen Sie vom möglichen Auftrag zurück

Ein einfaches Beispiel:

  • Ein Auftrag bringt durchschnittlich 2.500 Euro Umsatz.
  • Von zehn qualifizierten Anfragen werden zwei zu Kunden.
  • Eine qualifizierte Anfrage ist damit rechnerisch 500 Euro Umsatz wert.
  • Davon müssen Leistungskosten, Vertrieb, Steuern und übrige Betriebskosten abgezogen werden.

Erst danach lässt sich abschätzen, wie viel ein Unternehmen für die Gewinnung einer Anfrage ausgeben kann. Traffic oder Rankings allein liefern keine wirtschaftliche Budgetgrenze.

Wer Investitionen in Sichtbarkeit plant, sollte sie mit dem benötigten Unternehmensgewinn abgleichen. Unser Beitrag erklärt, ab welchem Gewinn sich die Selbstständigkeit in Österreich lohnt.

Wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist

Externe Hilfe kann sinnvoll sein, wenn:

  • technische Ursachen nicht eindeutig gefunden werden,
  • ein Relaunch oder Domainwechsel bevorsteht,
  • viele Produkte oder Standorte verwaltet werden,
  • interne Zeit für Inhalte und Auswertung fehlt,
  • der Wettbewerb hohe Investitionen verlangt,
  • oder bereits viel Geld ohne messbare Anfragen ausgegeben wurde.

Fragen Sie vor einer Zusammenarbeit:

  • Welche konkrete Ausgangslage wurde festgestellt?
  • Welche Maßnahmen haben Priorität?
  • Welche Änderungen werden an der Website vorgenommen?
  • Wer besitzt Konten, Inhalte und Zugänge?
  • Wie werden Leads und Umsatz gemessen?
  • Welche Leistungen sind nicht enthalten?
  • Wie transparent werden externe Platzierungen dokumentiert?
  • Was passiert bei Vertragsende?

Garantien für Platz eins sind kein Qualitätsmerkmal. Sinnvoller sind nachvollziehbare Prioritäten, realistische Annahmen und eine Messung, die über Rankingberichte hinausgeht. Ergänzend können Sie sich über Auswahl und Nutzen einer SEO-Agentur für Gründer informieren.

Typische SEO-Fehler neuer Unternehmen

  • Nur für den Firmennamen optimieren: Menschen, die das Unternehmen noch nicht kennen, suchen nach einem Problem oder einer Leistung.
  • Alle Leistungen auf die Startseite packen: Unterschiedliche Suchabsichten bleiben unzureichend erklärt.
  • Jede Woche neue Beiträge veröffentlichen: Menge ersetzt weder Relevanz noch Qualität.
  • Stadtseiten kopieren: Ausgetauschte Ortsnamen schaffen keinen regionalen Mehrwert.
  • Backlinks vor der Websitebasis kaufen: Externe Empfehlungen retten keine unklare Leistung und keinen kaputten Kontaktweg.
  • Nur auf Suchvolumen schauen: Eine kleinere, kaufnahe Frage kann wirtschaftlich wertvoller sein.
  • Rankings täglich selbst prüfen: Einzelne Suchen sind keine belastbare Messung.
  • Technische Punktzahlen perfektionieren: Ein Score von 100 ist kein Geschäftsmodell.
  • Das Unternehmensprofil vergessen: Lokale Betriebe verlieren dadurch wichtige Kontaktpunkte.
  • SEO und Vertrieb trennen: Vertriebsgespräche zeigen, welche Suchanfragen tatsächlich zu guten Kunden passen.
  • Alte URLs bei einem Relaunch löschen: Fehlende Weiterleitungen können bestehende Sichtbarkeit und Verweise entwerten.
  • Unklare Zuständigkeiten: Agentur, Entwickler und Unternehmen arbeiten an unterschiedlichen Zielen.
  • Besucher statt Anfragen messen: Mehr Traffic kann aus der falschen Zielgruppe stammen.
  • Nach zwei Wochen aufgeben: SEO ist ein laufender Aufbau, kein kurzfristiger Schalter.
  • Monate ohne Auswertung weitermachen: Geduld bedeutet nicht, wirkungslose Maßnahmen unverändert fortzuführen.

Fazit: Erst auffindbar, dann relevant, dann überzeugend

Wenn eine neue Firmenwebsite bei Google nicht gefunden wird, braucht es keine hektische Sammlung zufälliger SEO-Maßnahmen. Prüfen Sie die Situation in einer festen Reihenfolge:

  1. Kann die Website technisch erreicht und indexiert werden?
  2. Gibt es für wichtige Leistungen passende Seiten?
  3. Verwenden diese Seiten die Sprache und Fragen der Zielgruppe?
  4. Sind Standort und Unternehmensdaten eindeutig?
  5. Besitzt das Unternehmen nachvollziehbare Empfehlungen und Erwähnungen?
  6. Führt die Seite Besucher zu einer einfachen, vertrauenswürdigen Anfrage?
  7. Werden nicht nur Klicks, sondern Leads, Aufträge und Umsatz gemessen?

Technik schafft die Voraussetzung. Inhalte schaffen Relevanz. Interne und externe Verbindungen schaffen Orientierung und Bekanntheit. Ein verständliches Angebot schafft Anfragen.

Eine erfolgreiche Firmenwebsite muss nicht für möglichst viele Begriffe sichtbar sein. Sie muss von den richtigen Menschen bei den richtigen Fragen gefunden werden und ihnen einen überzeugenden nächsten Schritt anbieten.

FAQ: Firmenwebsite bei Google sichtbar machen

Wie lange dauert es, bis eine neue Website bei Google erscheint?

Das lässt sich nicht auf eine feste Zahl von Tagen reduzieren. Google muss die Website zunächst entdecken, crawlen, technisch verarbeiten und einordnen. Eine Sitemap und die URL-Prüfung können die Entdeckung unterstützen, garantieren aber weder Indexierung noch Rankings. Prüfen Sie wichtige Seiten in der Search Console, statt nur abzuwarten.

Warum wird meine Website nur beim Firmennamen gefunden?

Der Firmenname ist meist weniger umkämpft als allgemeine Leistungen. Für neue Suchbegriffe braucht die Website klare Leistungsseiten, hilfreiche Inhalte und ausreichende Signale, warum gerade diese Seite zur Suchanfrage passt.

Warum zeigt Google nicht alle Seiten meiner Website an?

Nicht jede URL muss indexiert werden. Bei wichtigen fehlenden Seiten sollten Sie technische Sperren, Canonical-Angaben, interne Links, Sitemap, Inhaltsqualität und mögliche Duplikate prüfen.

Reicht es, eine Sitemap einzureichen?

Nein. Eine Sitemap hilft Suchmaschinen, URLs zu entdecken. Sie macht aus schwachen, gesperrten oder doppelten Seiten jedoch keine relevanten Suchergebnisse.

Muss ich meine Website bei Google anmelden?

Google kann öffentlich erreichbare Websites auch über Links entdecken. Die Search Console ist dennoch sinnvoll, weil Sie dort wichtige Seiten prüfen, Sitemaps einreichen und Probleme nachvollziehen können.

Warum steht in der Search Console „gecrawlt, zurzeit nicht indexiert“?

Google kennt und crawlt die URL, hat sie aber derzeit nicht in den Index aufgenommen. Prüfen Sie, ob die Seite einen eigenständigen Nutzen besitzt, intern gut verlinkt ist und sich ausreichend von ähnlichen Seiten unterscheidet. Nicht jede ausgeschlossene URL benötigt eine Korrektur.

Braucht eine neue Firmenwebsite Backlinks?

Externe Verweise können bei Entdeckung, Bekanntheit, direktem Traffic und thematischer Einordnung helfen. Sie sollten jedoch auf einer technisch funktionierenden Website mit klaren Leistungen aufbauen. Qualität, Kontext und Nachvollziehbarkeit sind wichtiger als eine hohe Linkzahl.

Wie viele Backlinks braucht meine Website?

Es gibt keine allgemein richtige Zahl. Der Bedarf hängt von Branche, Wettbewerb, Suchanfragen, Qualität der Website und vorhandener Bekanntheit ab. Vergleichen Sie nicht nur Linkmengen, sondern Herkunft, Themenbezug, Zielseiten und tatsächlichen Nutzen.

Sind gekaufte Backlinks erlaubt?

Werbung und Sponsoring sind grundsätzlich normale Bestandteile des Internets. Problematisch wird es, wenn Links vor allem zur Manipulation von Suchrankings aufgebaut werden oder bezahlte Verweise nicht entsprechend gekennzeichnet sind. Prüfen Sie Angebote daher fachlich und vertraglich genau.

Kann ich mit Branchenverzeichnissen besser ranken?

Seriöse und tatsächlich genutzte Branchenverzeichnisse können Firmendaten bestätigen und direkte Kontakte bringen. Massenhafte Einträge in minderwertige Verzeichnisse erzeugen dagegen selten nachhaltigen Nutzen. Für lokale Unternehmen sind korrekte und einheitliche Angaben besonders wichtig.

Braucht jede Leistung eine eigene Seite?

Eine eigene Seite ist sinnvoll, wenn eine Leistung eine eigenständige Suchabsicht, Zielgruppe oder Erklärung besitzt. Kleine sprachliche Varianten sollten nicht automatisch auf getrennte Seiten verteilt werden.

Kann eine Firmenwebsite ohne Blog ranken?

Ja. Besonders lokale oder klar spezialisierte Unternehmen können mit guten Leistungs-, Standort- und Vertrauensseiten sichtbar werden. Ein Ratgeberbereich wird interessant, wenn häufige Fragen vor einer Anfrage ausführlicher beantwortet werden sollen.

Wie oft muss ich neue Inhalte veröffentlichen?

Es gibt keine notwendige Veröffentlichungsfrequenz. Veröffentlichen Sie dann, wenn Sie eine relevante Frage besser beantworten, eine Leistung erklären oder neue eigene Erkenntnisse beisteuern können. Bestehende Seiten zu verbessern ist oft wichtiger als ständig neue anzulegen.

Soll ich zuerst SEO oder Google Ads einsetzen?

Suchanzeigen können schnell Nachfrage testen, verursachen aber laufende Klickkosten. SEO baut langfristige Sichtbarkeit auf, benötigt dafür mehr Zeit. Häufig ist eine Kombination sinnvoll: klare Landingpages, begrenzte Anzeigentests und paralleler Aufbau organischer Inhalte.

Warum kommen Besucher, aber keine Anfragen?

Prüfen Sie Suchintention, Zielgruppe, Leistungsversprechen, Vertrauen, Preislogik und Kontaktweg. Mehr Besucher lösen kein Problem, wenn die falschen Menschen kommen oder der nächste Schritt unklar bleibt.

Wie werde ich lokal bei Google besser gefunden?

Pflegen Sie ein bestätigtes Unternehmensprofil, korrekte Firmendaten, passende Kategorien, reale Fotos, Leistungen, Öffnungszeiten und ehrliche Bewertungen. Ergänzen Sie auf der Website nachvollziehbare Standortinformationen und lokalen Mehrwert.

Warum ist meine Website nach einem Relaunch schlechter sichtbar?

Häufige Ursachen sind geänderte URLs ohne Weiterleitungen, verlorene Inhalte, falsche Canonicals, technische Sperren oder eine veränderte interne Struktur. Vergleichen Sie alte und neue URLs systematisch und prüfen Sie wichtige Seiten einzeln.

Muss ich meine Website speziell für KI-Suchen optimieren?

Eine technisch erreichbare Website, klare Unternehmensinformationen, eigenständige Inhalte, nachvollziehbare Expertise und echte Erwähnungen sind auch für KI-gestützte Sucherlebnisse eine sinnvolle Grundlage. Vermeiden Sie künstliche Texte und Erwähnungen, die ausschließlich für Systeme statt für Menschen erstellt werden.

Wann lohnt sich eine SEO-Agentur?

Professionelle Unterstützung kann sich lohnen, wenn technische Probleme, starke Konkurrenz, ein Relaunch, viele Seiten oder fehlende interne Ressourcen die Umsetzung erschweren. Ziele, Zugänge, Maßnahmen, Reporting und Eigentum an Inhalten sollten vorab eindeutig geregelt sein.

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